TEXTLANDSCHAFT

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Franzobel

&´Ein Künstler muß Rohrspatz undicht sein´. (Zitate) Franzobel, Suhrkamp-Autor, schrieb Theaterstücke mit Regianweisungen.

Die Lektüre des ´Das Beuschelgeflecht´ macht das Gefühl in einer Kneipe zu sitzen, in der über alles geplappert wird, ´Widerliche Klischees. Sonst nichts´ (Zitat), aber die Sprache ist eine Mischung von fast Unverständlichem und scheinbar leicht verständlich Witzreichem, sie läßt geduldig auf die Pointe hinlesen, - die scheint den täglichen Nachrichten entnommen.

Es blieb in Erinnerung, Ungewohntes (´Das ist das Aben­­teuer in der Kunst.´) gelesen zu haben.

Franzobel wurde 1967 in Vöcklabrück geboren, lebt in Pichlwang und Wien. Er veröffentlichte unter anderem in Kassel eine Fluxusschachtel.

´Die Worte aber waren Treibgut und trocken waren diese Brösel Welt, die ihm nichts zu panieren hatten´ (Zitat). Die Geschichte ´Krautflut´, erhielt 1995 den Bachmannpreis, die Fabel ´Zwei Paare. Der Mann des einen Paares und die Frau des anderen haben ein kurzes Verhältnis, die Frauen begegnen einander, verlieben sich ineinander, die Männer begegnen einander und erschießen einander´ ist rasch erzählt, aber (Zitat:) ´Die Sprache fraß ihn auf, hatte ihn sich eingebrockt wie einen Abschnitt Brot.´ Franzobel sagte, die Geschichte erzähle böse über die Germanen, Tacitus habe es vor ihm getan.

 

 


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