TEXTLANDSCHAFT      Worte

 

Burks-Murks
Probleme des Internetjournalismus

Fall Burkhard Schröder

Ich hatte Begriffe in ein Suchprogramm eingegeben und sah, daß Zitate aus Textmaterial, das ich zur Anregung von Diskussionen notiert und mit unserer Webseite verknüpft hatte, in diffamierender Weise mit einer anderen Biografie verbunden worden waren. Der Text von Burkhard Schröder suggerierte, ein Mann habe über Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und für Frauenemanzipation... geschrieben; eine Frau streckt dem Leser des Artikels mittels Bildmontage Hintern und Vagina entgegen.

Als ich den Text las, dachte ich, der Textschreiber sei doof, eitel, kindlich arrogant; zu meiner Überraschung war er Mitglied des erweiterten Vorstandes des Berliner Journalistenverbandes und zuständig für Internetjournalismus. Ich klärte Burkhard Schröder darüber auf, daß ihm ein Recherchefehler unterlaufen sein mußte, der ihm nicht hätte passsieren müssen, weil zum Zeitpunkt, als er auf meinen Text reagierte, über der Textfolge stand, daß sie im Zusammenhang mit einer Arbeit für einen Verein entstand; meine Biografie und eine Mailadresse waren auf der Webseite installiert. Ich bat Burkhard Schröder, den Fehler in Ordnung zu bringen, den Text aus dem Netz zu nehmen. Burkhard Schröder informierte mich nur, daß sein Artikel seit 2002 im Netz sei.

Wenn Burkhard Schröder meine Vorschläge für Veränderungen in der Gesellschaft in Artikeln problematisiert hätte, wäre das ok gewesen. Es war meine Absicht, Diskussionen anzuregen. Er hätte dann aber sagen müssen, daß eine Frau, die Kulturwissenschaften studierte, ihre Diplomarbeit über Frauenemanzipation schrieb und als Chefredakteurin einer Umweltzeitung gearbeitet hatte, sich u.a. über Frauensituationen äußerte und nicht ein Mann, Tontechniker und Soundkünstler.

Burkhard Schröders journalistisch unsolide Arbeitsweise kann Menschen schaden. Eine solide Zeitung hätte Burkhard Schröders Artikel nicht gedruckt. Eine unsolide Papierzeitung hätte ihn möglicherweise einmal gedruckt. Aber Burkhard Schröder stellte Notate, in denen er bewußt andere Menschen mittels Falschaussagen diffamierte, ins Internet. Das heißt: Burkhard Schröder zwingt Menschen sich ins Verhältnis zu ihm zu setzen, über ihn zu recherchieren, ihn zu bitten, seine Fehler in Ordnung zu bringen. Aber - tun so etwas Journalisten?

Burkhard Schröder reagierte andererseits hysterisch, als ein Leserbrief von mir seine Arbeitsweise in der Zeitung des Berliner Journalistenverbandes zur Diskussion stellte.

Das hier beschriebene Problem gilt auch für andere Journalisten, Autoren. Wenn Falschaussagen in einer Tageszeitung sind, ist das ärgerlich, aber Falschaussagen im Internet tauchen immer wieder auf. Man könnte Gerichtsprozesse führen. Aber wenn jemand so geltungssüchtig ist, wie Burkhard Schröder scheint, meldet er seine Internetseite auf einer fernen Insel an.

 

 

Betrugsfall Harald Thomé

www.tacheles-sozialhilfe.de arbeitet offiziell mit einem moderierten Forum. Das ist kein Problem, wenn Beiträge nicht im Forum erscheinen, kann der Forumsteilnehmer nach dem Grund fragen, seine Mitarbeit gegebenfalls beenden.

Von Mitarbeitern des Vereins Tacheles-Sozialhilfe wurden aber Fakeseiten erstellt, mit deren Hilfe Forumsteilnehmern dauerhaft glauben gemacht wurde, daß ihre Diskussionsbeiträge ins Forum gestellt worden sind. Der Forumsteilnehmer konnte von dem Betrug nur durch Zufall erfahren, weil in seinem Computer Cookies installiert wurden, die ihm nur Zugang zur gefakten Seite ermöglichten. Sobald das Cookie entfernt war, wurde eine andere/zensierte Seite sichtbar. Wenn nach der Entfernung des Cookies eine Unterzeichnung eines Diskussionsbeitrages/Antwortschreibens erfolgte, wurde das Cookie, das den benutzten Computer mir einer gefälschten Seite verband, erneut dauerhaft installiert.

Harald Thomé, der Redakteur der Webseite www.tacheles-sozialhilfe.de, die u.a. mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, versprach mir, die Fakeseiten zu Computern von Forumsnutzern zu deinstallieren. Er tat es nachweisbar in Bezug auf mich. Ich hatte ihn gebeten, die Forumsteilnehmer sofort über den Vorfall zu informieren, so daß sie testen könnten, ob sie mit Fakeseiten verbunden waren/sind. Er tat es nicht. Die Installation von Fakeseiten in Forumsbereichen zerstört Vertauensverhältnisse nachhaltig; das Vertrauen in Institutionen wie den Tacheles-Sozialhilfe-Verein kann nur durch eine öffentliche Dikussion zurückgewonnen werden.

Als Begründung für die Installation einer Fakeseite sagte er, es könne nicht angehen, daß ich Erwerbslosen rate, den Ombudsrat nach Gesetzesgrundlagen zu fragen. Ich hatte ihn in einem Mail gebeten, einen Link zu www.ombudsrat.de mit der Begründung zu setzen , daß der Ombudsrat Hartz4Situationen nicht beenden will, aber Rechtsauskünfte gebe, auf die sich Erwerbslose im Gespräch mit Arbeitsvermittlern und Mitarbeitern von Leistungsabteilungen berufen können; Mitarbeiter des Ombudsrates rieten Hartz4Opfern zur Dateneinsicht, in Notfällen zu Gerichtsprozessen. Er wirkte seriös, obwohl er im Auftrag von Politikern von Steuermitteln finanziert wurde. Ich hätte den Vorschlag nicht gemacht, falls Fragesteller im Forum sachgerecht beraten worden wären. Wir hatten Harald Thomé darüber hinaus angeboten, zu helfen, die Webseitenkosten zu senken, als er zu Geldspenden aufgerufen hatte. Ich wurde nach Absenden dieses Mails mit einer gefakten Seite verbunden, die suggerierte, meine Beiträge würden weiterhin ins Forum gestellt. Ich reagierte irritiert, daß Forumsteilnehmer auf Auskünfte nicht reagierten und behaupteten, sie hätten keinen Rat erhalten, aber ich arbeitete ca. 14 Tage ins Leere, bis ich entdeckte, daß ich ohne Warnung/Rücksprache mit einer gefakten Seite verbunden worden war. Harald Thomé hatte meine Mailadresse, Telefonnummer.

Harald Thomé gab den Betrug zu. Als er sich für den Vorgang entschuldigte, behauptete er, meine Beiträge hätten auf ihn konfus gewirkt, er habe mich deshalb aus dem Forum aussperren wollen, Die Beiträge waren Antworten, in denen ich geraten hatte, den Ombudsrat um Rechtsauskunft zu bitten, die Zentrale der Arbeitsagentur über Vorfälle zu informieren, sich Rechtsberatungsscheine zu holen und Rechtsanwälte zu konsultieren, ...ich schrieb darüber hinaus, daß es nicht Ziel sein könne, sich in Hartz4Verhältnissen einzurichten, sondern Ziel sein müsse, Situationen grundlegend zu verändern, daß die Hartz4Gesetze von Politikern gemacht wurden und nur von Politikern geändert werden könnten, daß Erwerbslose Kontakt zu Politikern suchen sollen, daß ein Netzwerk von Rechtsanwälten aufgebaut werden müsse, die interessiert sind, politisch orientierte Musterprozesse zu führen.. ich schrieb, daß Beraterunternehmen wie McKinsey, das die Bundesregierung und die Arbeitsagentur beriet und berät, 1997 wegen ihrer Menschenfeindlichkeit im Sektenbuch der katholischen Kirche als sektenähnliche Unternehmen aufgelistet waren, daß die Hartz4Gesetze nicht nur finanzielle Armut, sondern auch Verlust von Bürgerrechten und beständige Angst vor Schikanen bedeuten, ohne daß die Opfer ihnen durch Arbeitsleistungen entgehen könnten, weil Geld fehle, die Inanspruchnahme von Arbeitsleistungen zu bezahlen. Ich schrieb, daß es Alternativen zu den Hartz4Gesetzen wie die Einführung eines Bürgergeldes, das das Existenzminimum von Menschen schikanefrei absichert gibt... www.anwaelte-gegen-hartz4.de

Ich nahm deshalb zuerst an, die Fakeseiten wären von Gegnern des Tacheles-Sozialhilfe- Vereins installiert worden und nicht von Harald Thomé, der zur Entschuldigung anführte, er habe "schlechte Laune" gehabt, als er beschloß, mich aus dem Forum auszusperren. Harald Thomé zog Betrug einem Arbeitsgespräch vor.


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